Die ersten Auswirkungen des Google US-Algorithmus
Veröffentlicht am: 5. März 2011
Vor einigen Tagen habe ich bereits darüber berichtet, dass hochwertige Inhalte der Websites bei Google (bald) bessere Positionen besetzen und somit mehr organische Besucher empfangen könnten. Inwieweit das Ergebnis positiv oder negativ ausfallen wird, darüber lässt sich noch nicht viel sagen. Jedenfalls haben die ersten Websites in den USA durch das Update des Algorithmus negative Auswirkungen zu spüren bekommen.
Mal wieder viele Artikelverzeichnisse und Expertenportale von Google entwertet!
Dabei sollen Top-Portale, die in erster Linie viel „User Generated Content“ (Inhalt wurde von Nutzern erstellt) aufweisen, weniger sichtbar in den Suchergebnissen von Google geworden sein. Das ist in dem Artikel: „Algorithmus-Änderung: Google sucht nach Qualität“ nachzulesen. Dort wurde eine Liste mit Websites veröffentlicht, die die Auswirkungen des Google-Updates sehr deutlich zeigt.
Was mich etwas überrascht hat, ist, dass in der Liste unter anderem das größte Artikelverzeichnis der USA zu finden ist. Dieses Artikelverzeichnis hat nach dem Update eine Veränderung von -90% zu verzeichnen. Das heißt, dass die einzelnen Artikel weniger sichtbar in den Suchergebnissen geworden sind und dass die Domain über weniger Keywords in den Suchergebnissen gefunden werden kann.
Ich glaube den Grund für die Herabstufung zu kennen… zumindest bin ich mir zu 90% sicher, dass das der Grund dafür ist. In den USA ist der Trend für PLR-Inhalte noch vor Jahren ausgebrochen. Dort werden zig tausende Artikel zu verschiedensten Themen für paar Dollar angeboten. Seit dem nutzen tausende von Leuten solche Artikel, schreiben diese (bei Bedarf) etwas um und reichen die (höchstens geringfügig veränderte) Fassung der PLR-Artikel bei sämtlichen Artikelverzeichnissen ein.
Dass diese Art von Content im Kern wohl er ein schlechter Schätz ist, als unique Content, das sollten zumindest die SEOs schnell erkennen. Die Artikel weisen zu viele Ähnlichkeiten auf und das hat meiner Meinung nach dazu geführt, dass hier Google durchgreifen musste. Natürlich können tausende Artikel, die sich zu einem sehr hohen Prozentanteil inhaltlich Wort für Wort ähneln, nicht als Top-Inhalte gewertet werden.
Man kann sagen: „Die Nutzer machen aus einem Artikelverzeichnis das, was es ist und sind letztendlich dafür verantwortlich, dass die Artikelverzeichnisse jetzt ins Visier von Google geraten sind.“
Ob es sich heute überhaupt lohnt ein eigenes Artikelverzeichnis zu betreiben, diese Entscheidung sollen die Interessenten alleine für sich klären. Aber Artikelverzeichnisse und Expertenportale haben in den letzten Monaten zu spüren bekommen, was Google von „none unique Content“ hält. Die Leute machen sich immer wenige Mühe einzigartige und lesenswerte Inhalte zu erstellen und erwarten überwältigende Ergebnisse, die meistens ausbleiben.
Fazit:
Ich weiß nicht was wir in den nächsten Monaten erwarten können, aber bald wird das Update des Algorithmus auch Google Deutschland erreichen und dann werden die Hilfeschreie sehr laut. Denn auch hier wird sehr viel Content produziert, der letztendlich durch Google gefiltert werden muss. Wenn ich mir alleine die „Geld verdienen im Internet“ Branche anschaue, da fehlen mir einfach die Worte…
Einige der Sites, die in den USA von Google entwertet wurden, diese gehörten unter anderem zu den Top AdSense Verdienern! Was heißt, dass Google sich sogar von Umsatzeinbüßen nicht aufhalten lässt, um im Web mehr Ordnung zu schaffen. Mein Tipp an Blogger und Webmaster: Mehr einzigartige Inhalte erstellen und häufiger mal etwas kreativer sein, dann sollte auch Google die Bemühungen bemerken und belohnen.
Tags: Algorithmus, Artikelverzeichnisse, Google, organische Besucher, PLR-Artikel, PLR-Inhalte, Suchergebnisse, unique Content, Websites







Von: Ralf
Am: 6. März 2011
Mir macht diese Geschichte ehrlich gesagt Sorgen. Vor allem, wenn ich sehe das Suite101 zu den großen Verlierern gehört, weil es sich bei denen nicht um ein 08/15-Artikelverzeichnis handelt. Zugegeben, ich weiß nicht, wie hoch die Qualität der einzelnen Artikel dort wirklich ist, aber nutzloser als der Kram von eHow kann es kaum sein. Und die sollen ja angeblich in der Sichtbarkeit gestiegen sein. Da macht man sich schon Gedanken, ob der eigene Blog Googles strengen Augen gewachsen sein wird.
Von: Vitali
Am: 6. März 2011
@ Ralf
Ich denke dass Blogs, die von einer Person betrieben werden, die exklusive Inhalte anbietet, sich keine Gedanken machen müssen. Es sieht so aus, dass Google es Verstärkt auf die Websites abgesehen hat, die vom „User-Generated-Content“ leben. Denn von diesen braucht es nur eine Handvoll zu sein, die paar eigene Artikel umschreiben und diese bei verschiedenen Artikel- oder Expertenportalen zu veröffentlichen, schon wird Google aufmerksam. Das 30 – 40%ige Umschreiben eines Artikels, wie so oft empfohlen, erzeugt keinen einzigartigen, exklusiven Content. Denn nicht selten, anders als bei Wikipedia, verdienen die Autoren bei z.B. Suite101 Geld mit ihren Publikationen. Natürlich wollen diese pro geschriebenen Artikel maximal profitieren, daher auch die Mehrfachnutzung. Das schmeckt Google nicht.