Kein Experte, trotzdem bloggen?

Veröffentlicht am: 6. März 2011

Im Idealfall hat eine Person, die einen Blog erstellt und zu einem Thema bloggen möchte, von dem Thema Ahnung, worüber diese bloggt. Doch es gibt viele Blogger, die über etwas bloggen, obwohl diese sich damit nicht auskennen. Denn einige Leute sind der Meinung, dass es nicht verkehrt sein kann, wenn man sich mit einem Thema sehr ausführlich beschäftigt und darüber gleichzeitig bloggt.

Ich finde diese Vorgehensweise in Ordnung. Ein Blog ist gerade deshalb für viele Leser interessant, weil die Leser in Echtzeit beobachten können, wie sich der Blogger über einen bestimmten Zeitraum entwickelt. Es ist nicht nur interessant zu lesen/sehen wie der Blogger mit der Herausforderung wächst, sondern wie dieser, nicht selten, über sehr komplizierte Themen in Einsteiger-Deutsch berichtet.

Das Wichtigste ist, dass der Blogger ehrlich zu seinen Lesern ist und diesen unmissverständlich mitteilt, dass dieser sich mit seinem Blog persönlich entfalten möchte und die Blogbesucher daran gerne teilhaben lässt. Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Kernaussagen des Bloggers nicht 100%tig korrekt sein müssen, damit die Leser die Beiträge als eine einfache „Meinung zum Thema“ und nicht als Expertenpublikationen betrachten.

Ausführliche Recherche, Meinung bilden und als Experte bloggen?

Die Blogger, die es nicht zugeben möchten, dass diese sich mit dem Thema, worüber sie bloggen, nicht auskennen, diese bloggen still und heimlich über interessante Sachen und wollen dass die Leser den Blogger als Experten wahrnehmen. Wenn man sehr geschickt ist, über nicht zu sehr komplizierte Themen bloggt und zuverlässige Informationsquellen nutzt, kann man sich so zu einem wahren Experten entwickelt, ohne dass die Leser jemals erfahren werden, dass der Blogger zu Beginn des Bloggens kein richtiger Experte wahr.

Als ich diesen Blog startete, da hatte ich bereits eigene Erfahrungen mit dem Internetmarketing und kannte mich mit der Vermarktung von Projekten und Produkten aus, aber in den letzten Jahren des Bloggens habe ich mich laufend weiter entwickelt und nach und nach meine Meinung zu bestimmten Themen geändert. Das ist der normale Lauf der Dinge. Heute kann ich auf einen größeren Wissensschatz zurückgreifen, als noch vor gut einem Jahr.

Alleine weil sich die Internetmarketing Branche in den letzten Jahren immer weiter entwickelt hat, war ich gezwungen mein Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten und meine Meinung zu vielen Themen noch mal aus anderen Blickwinkeln zu betrachten und diese eventuell noch mal zu überdenken.

Damit möchte ich nur sagen, dass man sich in paar Monaten oder Jahren – obwohl man sich heute als Experte bezeichnen kann – zu einem besseren Experten entwickeln wird. Warum soll man dann nicht bei Null anfangen und sich laufend zu einem Thema weiterbilden dürfen und andere Leute an diesem Prozess teilhaben lassen?

Etwas anderes kann man zum Beispiel sehr gut in der Geld verdienen im Internet Branche beobachten. Dort versuchen sich blutige Anfänger eine Position als Experte zu sichern und schaffen es anderen Leuten nicht selten unseriöse Verdienstideen aufzuzwingen, weil diese angeblich am meisten Geld bringen und als völlig legal angepriesen werden. Das schadet nicht nur den Nutzern, sondern auch der ganzen Branche.

Wenn man die meisten Blogs zum Thema Geld verdienen kurz überfliegt, dann merkt man, dass dort einfach nur Unwahrheiten verbreitet werden. Und ich meine damit nicht die Blogger, die über eigene Erfolge berichten, nein, ich meine damit die Blogger, die ihr lückenhaftes Wissen an andere Leute weitergeben und behaupten, dass sie recht haben.

Fazit:

Wer sich mit einem Thema nicht auskennt und darüber bloggen möchte und auch offen zugibt, sich in einem „Erkundungszustand“ zu befindet, ist es völlig OK, wenn man andere Leute an den eigenen Erkenntnissen teilhaben lässt. Aber wenn jemand falsches oder schadhaftes Wissen als korrekt darstellt, nur um sich auf irgendeine Art und Weise dadurch zu bereichern, der sollte am besten überhaupt nicht bloggen.
  
Zumindest sollte man die eigenen Besucher auf vertrauenswürdige Quellen verweisen, damit diese sich eine eigene Meinung zu bestimmten Themen bilden können. Auch die Angabe der Quellen, die für Recherchen genutzt wurden, sollte man im Beitrag zumindest erwähnen.

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AMS

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