Mit Partnerprogrammen arbeiten – Das sollten Sie beachten

Veröffentlicht am: 1. April 2011

Ich beschäftige mich gerne mit Affiliate-Marketing und empfehle auch gerne gute Produkte und Dienstleistungen weiter. Das Produkt selbst und das Partnerprogramm sind dabei zwei paar Schuhe. Wenn man die Ware schnell bekommt, die Support-Anfragen schnell und  kompetent beantwortet werden, dann heißt das nicht, dass man als Partner, wenn man das Produkt des Anbieters über das Partnerprogramm vermarktet, weiterhin rundum zufrieden gestellt wird.

Das Partnerprogramm ist auch ein Produkt, so kann man das betrachten. Nicht selten muss man feststellen, dass das Partnerprogramm ein „schlechteres Produkt“ ist, als das beworbene Produkt. Das merke ich ständig, wenn ich mit neuen Partnerprogrammen arbeite. Es kommt oft vor, dass ich noch nicht mal den Partnerprogramm-Betreiber erreichen kann, um einige offene Fragen bezüglich des Partnerprogramms zu klären.

Andere Partnerprogramme schalten unregelmäßig Provisionen frei oder zahlen die Provisionen unpünktlich aus. Obwohl das Produkt, welches ich erworben habe, gut war, und das „Gesamtpaket“ mich überzeugt hat, konnte das Partnerprogramm des Produktanbieters hier nicht mithalten. Denn viele Produkt-Anbieter vernachlässigen ihr umsatzstärkstes Produkt: Das Partnerprogramm! Das Problem ist, dass man als Partner selber herausfinden muss, ob das Partnerprogramm gut ist oder eben nicht.

Es gibt drei zuverlässige Methoden, um herauszufinden, ob man mit einem Partnerprogramm arbeiten kann:

  • Nehmen Sie so früh wie möglich Kontakt mit dem Betreiber des Partnerprogramms auf und stellen Sie diesem eine Frage bezüglich des Partnerprogramms, z.B. zum Thema Vermarktung. Wenn keine Antwort kommt oder Sie den Eindruck haben, dass man Ihnen nicht wirklich helfen will, dann sollten Sie das Partnerprogramm stehen lassen und sich nach einem neuen umschauen.
  • Wenn Sie über ein Partnerprogramm-Netzwerk ein Partnerprogramm gefunden haben, dann schauen Sie, ob in der Gesamtstatistik etwas über die Erfolgsquote/Stornoquote des Partnerprogramms zu finden ist. Wie viel verdient ein Durchschnittspartner mit dem Partnerprogramm? Wie hoch ist die Storno-Quote? Diese Fragen müssen beantwortet werden, bevor man sich mit einem Partnerprogramm näher beschäftigt.
  • Um wirklich sicher zu gehen, dass das Partnerprogramm richtig funktioniert, ist es empfehlenswert, dass man jemanden im Bekanntenkreis findet, der über den „Partner-Link“ das beworbene Produkt bestellt. Dann können Sie sofort feststellen, wie lange es dauert, bis die Provision freigeschaltet wird und ob der Kauf oder die Aktion überhaupt gezählt wurden.

Es ist wirklich erschreckend, wie schlecht die Qualität deutscher Partnerprogramme ist. Obwohl ein Partnerprogramm zu dem stärksten Umsatzturbo ausgebaut werden kann, sehen viele Anbieter darin nur ein „nützliches“ Werkzeug, mehr nicht. Als Betreiber eines Partnerprogramms übersieht man sehr schnell, dass unzufrieden Partner kein Geld verdienen und kein Geld einbringen. Ein Win-Win-Geschäft funktioniert anders.

Erst neulich habe ich ein neues Partnerprogramm über ein großes Netwerk von Partnerprogrammen versucht zu vermarkten und musste leider nach einigen Tagen feststellen, dass die Aktivität der geworbenen Nutzer noch nicht einmal erfasst wird.

In anderen Worten: „Die Aktivität der Nutzer wird nicht getrackt“.

Daraufhin habe ich versucht den Betreiber des Partnerprogramms zu kontaktieren, um nachzufragen, ob ein Fehler im Tracking-System vorliegt. Bis heute warte ich auf eine Antwort. Dass hier das Partnerprogramm-Netzwerk schlecht arbeitet, weil solche Partnerprogramme nicht auf den rechten Weg geleitet werden, liegt auf der Hand. Mit diesem Netzwerk hatte ich bereits vor einigen Monaten sehr schlechte Erfahrungen gemacht… jetzt noch mal. 

Ich bin einfach ins kalte Wasser gesprungen und habe die erste und die dritte wichtige Regel, die oben aufgezählt sind, einfach missachtet, das Ergebnis: Ich habe etwas Zeit und Geld verloren. Aus diesem Fehler können Sie lernen und deshalb lesen Sie auch diesen Blogpost.

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AMS

[3] Kommentare

  1. Von: Csaba Nagy

    Am: 1. April 2011

    Hallo!

    Das mit den Deutschen Partnerprogrammen habe ich hauch schon erfahren müssen!

    Es gab bei mir sogar ein Bespiel wo ich erst nach Monaten eine Antwort auf ein Anfrage bekommen habe obwohl ich das Programm garnicht mehr beworben habe da keine Antwort retour kam.
    Der Programmbetreiber hat nichtmal gemerkt das ich sein Programm nicht mehr bewerbe!

    Über Trocado habe ich auch nichts gutes zu berichten! Diese haben einfach nach Schliessung auf das Auszahlen “vergessen” und mein Geld bis heute nicht bezahlt.

    Leider kommen solche sachen im deutschsprachigen Raum allzu häufig vor.
    Da sind die US-Amerikanischen Programme Top! Die möchten sich auch keine Klagen einhandeln und zahlen pünktlich aus.

    Ich habe ja schon, bevor ich im deutschsprachigen Raum aktiv war, auf dem US-Markt meine Erfahrungen gesammelt und jetzt wo ich auch hier aktiv bin, wundern mich schon einige Dinge wie die hier gehandhabt werden…wie Produktlaunches usw.!
    Welche Methoden bei den Produktlaunches angewendet werden ist ja echt unter aller Würde. Deshalb nehme ich auch an keinem Launch Teil.
    Meine Liste werde ich nicht mit den Deutschen Launches Quälen…

    MfG

    Csaba Nagy

  2. Von: Dani Kaelin

    Am: 28. Oktober 2011

    Hallo ich betreibe seit ca. 2 Monaten IM aber leider mit mässigem Erfolg. Mir sind 2 Sachen nicht klar:

    1. Warum warte ich schon über drei Wochen auf die Google AdSense Freischaltung?

    Und warum werde ich von gewissen Partnerprogrammen nicht angenommen oder muss bis zu einer Woche warten bis ich angenommen werde?

    P.S. Ich finde Dein Blog super!!!

    Gruss
    Dani Kaelin

  3. Von: Vitali

    Am: 30. Oktober 2011

    @ Dani Kaelin

    Nach zwei Monaten wird man niemals die Grundlage verstehen können, wie das Internetmarketing funktioniert. Es ist normal, dass man die ersten Monate nur sein Wissen aufstockt und parallel das Gelernte bei eigenen Projekten einsetzt. Was das Problem mit den Partnerprogrammen betrifft, scheint es im deutschsprachigen Raum ein Trend zu sein, Webmaster, die mit einem Partnerprogramm einen Versuch starten möchten, grundlos abzulehnen. Es werden oft nur die Partner akzeptiert, die ein „größeres“ Projekt aufgebaut haben. Die Ergebnisse der Kleinen werden schnell ignoriert.